kolpingjugend dv erfurt
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2015

Dem Glück auf der Spur

Zum siebten Mal trafen wir uns vom 25. bis 27. September 2015 zum diesjährigen KC-Wochenende im „Dürerhaus“ in Waldkappel- Gehau. Nach dem Bezug unserer Quartiere und einer kleinen Stärkung versammelten wir uns zur Vorstellungsrunde im Gemeinschaftsraum. Neben vielen bekannten Gesichtern waren auch wieder einige neue Teilnehmer dabei und trugen dazu bei, dass es wieder ein unvergessliches Erlebnis für uns alle wurde. In gemütlicher Runde ließen wir den Tag schließlich ausklingen.

Am Samstag nach dem gemeinsamen Frühstück trafen wir uns zu einer thematischen Einheit zusammen. Nach einer kleinen Einführung in das Thema "Glück" mit Hilfe von Symbolen wie z.B dem Hufeisen oder dem Marienkäfer waren alle Teilnehmer dazu aufgerufen, von einem persönlichen Glückserlebnis zu berichten. Anschließend gab es die Möglichkeit, sich kreativ beim Basteln oder sportlich in der "Sportscheune" hinterm Haus zu betätigen. Nach dem Mittagessen und der Ruhezeit für die Kinder nutzten wir die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Spaziergang im Nachbarort. Auf der Suche nach versteckten Geocaches sind unsere 2 Pilzsammler etwas sehr ruppig von einem Jäger zurückgepfiffen worden. Die Beiden hatten echtes Glück sonst wären sie fast als Hirsche verwechselt worden und der Pilzkorb blieb leider leer. Nach dem Abendbrot versammelten wir uns abschließend wieder im Gemeinschaftsraum, um gemeinsam einen Kinder- und Jugendfilm anzuschauen.

Sonntagmorgen besuchten wir nach dem Frühstück einen evangelischen Gottesdienst. Nach dem Mittagessen trennten sich auch schon wieder unsere Wege und das Wochenende bleibt uns in schöner Erinnerung.

(Man)

"Mut tut gut" - Wir in Köln zum Kolpingtag 2015

Wir starteten unsere Reise am Freitag, den 18. September und fuhren über halbwegs leere Autobahnen nach Köln. Dort angekommen, bezogen wir schnell unser Quartier: eine Turnhalle im Stadtteil Brühl, in der wir mit circa hundert anderen Kolpingjugendlichen die kurzen Nächte (nicht nur mit Schlafen) verbrachten. Es blieb aber keine Zeit zum Verschnaufen, denn der Hunger meldete sich. Auf dem Weg zur Lanxess-Arena, in der die großen Programmpunkte stattfanden, legten wir deshalb spontan einen kurzen Zwischenstopp an einer Kölner Dönerbude ein. Gesättigt genossen wir dann das großartige Eröffnungsprogramm. Wir hatten super Plätze in den vordersten Reihen der mit 15.000 Kolpingern gefüllten Arena - ein Meer aus Orange. Auf diesen hielt es uns aber nicht lange, als gegen Ende des Programms die Band "The Baseballs" auftrat und wir tanzten ausgelassen vor der Bühne. Irgendwann landeten wir dann auf unseren Behelfsmatratzen in der Turnhalle und gönnten uns etwas Schlaf.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück wieder in Richtung Stadt. Die 45-minütige S-Bahn-Fahrt endete mit dem zur Tradition werdenden Ruf: "Reisegruppe Gehacktes: aussteigen!". Nach dem Morgenlob in einer Kölner Kirche teilten wir uns auf: Eine Gruppe verschlug es dann nach Bonn in die Hallen des Haribo-Werksverkaufs, andere hatten von der vorherigen Nacht noch etwas nachzuholen und dann lief ja auch noch die Fußballübertragung in den Kneipen der Stadt... Aber natürlich gab es auch noch die Gruppe "Kultur" mit Rhein-Rundfahrt, Besichtigung von Dom und Minoritenkirche, und echtem Kölsch in der Kneipe "Gaffel am Dom". Nach anstrengendem Tagesprogramm ging es abends mit einem echten Highlight in der Lanxess-Arena weiter: die Aufführung des Musicals "Kolpings Traum". Es war einfach Wahnsinn und selbst als für ein paar Minuten das Tonmischpult abstürzte und es auf der Bühne still blieb, war die Stimmung in der Arena grandios! Für die meisten von uns war diese Aufführung und die Party der Kolpingjugend danach wohl der Höhepunkt des Wochenendes. Die Party fand im Foyer der Arena statt und alle tanzten und feierten ausgelassen. Nach dem dann alle irgendwann irgendwie ihr Bett erreicht hatten, war eigentlich auch schon gleich Sonntag.

Der Sonntag stand im Zeichen der Messe, die in der Lanxess-Arena mit dem Kölner Erzbischof Woelki gefeiert wurde. Zu Beginn gab es einen großen Bannereinzug, bei dem auch zwei Banner von Kolpingjugendlichen aus unserer Kolpingjugend getragen wurden. Sie standen während der Messe auf der Bühne genau hinter dem Erzbischof. Nach der Messe traten wir direkt von der Arena aus die Heimfahrt an. Die Mittagsverpflegung sicherte diesmal nicht McDonald's sondern der Konkurrent Burger King (Hat übrigens auch geschmeckt). Ein tolles Wochenende ging zu Ende. Es hat gezeigt, dass Kolping noch lange nicht eingeschlafen ist und machte Mut zum mutig sein.

(Jul)

Diözesankonferenz auf der Bleibe 05.09.2015

Am Freitag, den 4.September hieß es Abschied nehmen. Bei einem Grillabend dankten wir Tobias Kube, unserer jahrelangen Begleitperson, für all das was er für uns getan hat und was wir mit ihm erleben durften. Mit zahlreichen Bildern blickten wir auf die Zeit und die Abenteuer mit ihm zurück und übereichten ihm schließlich als Dankeschön eine Collage, auf welcher sich alle Teilnehmer mit ihrem Namen verewigten.

Am nächsten Morgen wurden nach dem Frühstück alle Vorbereitungen für die anstehende Diözesankonferenz getroffen, die wie in jedem Jahr Anfang September anstand. Als Gäste durften wir in diesem Jahr den Diözesanvorsitzenden Hans-Josef Kowarsch, die Diözesansekretärin Annette Müller, Markus Könen, den Kurat der DPSG, und Tobias Kube als Vertreter des BDKJ begrüßen. Nachdem Michael Kaiser die diesjährige Versammlung eröffnete und die drei weiteren Diözesanleiter den Tätigkeitsbericht vorstellten, standen wieder einmal Wahlen an. Da die Amtszeit von Jenny Strecker in der Diözesanleitung endete, wurde Jonas Strecker als neuer Diözesanleiter gewählt. Das Amt der Pastoralen Begleitperson blieb nach wie vor unbesetzt, da sich keine geeignete Person fand. Anschließend wurden Delegierte für die Bundeskonferenzen und eine neue Wahlkommission für die nächste Diözesankonferenz bestimmt. Mit Worten der Danksagung an alle Beteiligten wurde die diesjährige Versammlung beendet.

Informationen zur neuen Diözesanleitung

(Ben)

Jugendbegegnung und Arbeitseinsatz in der Ukraine Juli/Aug 2015

"Was? Ihr fahrt in die Ukraine. Seid ihr verrückt? Kommt aber gut zurück.". Viele Reaktionen auf unsere Fahrt waren so oder so ähnlich. Trotzdem haben wir uns auf den langen Weg gemacht. Objektiv gesehen war vermutlich die Autofahrt der gefährlichste Teil der Reise. Doch vor Ort sieht es für die Leute anders aus. Überall hörten und sahen wir von den Auswirkungen der Krise. Ob es der (uns eher fremd vorkommender) Patriotismus ist oder Erzählungen von Menschen deren Verwandte und bekannte irgendwo an der Front sind. Die Tanzgruppe, die einer der Jugendlichen betreut hat schwarze Kostüme gekauft und einen extra Tanz entwickelt. Ab und zu sieht man noch Plakate "Helden sterben nicht", die an die Vorfälle auf dem Maidan erinnern. Auch uns lässt das nicht kalt, wenn z.B. ein nächtliches Feuerwerk uns zuerst an Schüsse denken lässt. Trotzdem wollten wir im Kindergarten weiterarbeiten und unsere Partnerschaft weiter ausbauen. Was wir erlebt haben kann man in den folgenden Tagesberichten lesen.

Zeit zum Ankommen - 24./25. Juli

Am Freitagmorgen trafen sich 20 Jugendliche der Kolpingjugend aus dem DV Erfurt mit sechs Handwerkern um halb sechs morgens auf dem Rastplatz am Dresdner Tor, wo wir zunächst um den Reisesegen baten. Danach ging die Fahrt in in das ukrainische Dorf Sadnestrjansk los. Dort sollten, wie bereits in den Jahren 2012 und 2013, eine Jugendbegegnung sowie ein Arbeitseinsatz im Kindergarten des Dorfes stattfinden. Nachdem wir einige Kilometer zurückgelegt hatten, standen wir in Polen schon im ersten Stau. Endlos schienen die Autos aneinander gereiht zu sein. Irgendwann geht es dann doch voran. Nach mehreren Stunden Fahrt ist endlich die polnisch-ukrainische Grenze in Sicht. Doch auch hier heißt es warten! Nach mehr als drei Stunden Auto- und Passkontrolle haben wir endlich ukrainischen Boden unter den Füßen. Jetzt liegen nur noch 160 km auf unebenen Straßen vor uns. Wie froh wir sind, als wir unsere Unterkunft, ein Kloster im Nachbarort, um 1 Uhr nachts ukrainischer Zeit am Samstag erreichen.

Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus, als wir am Eingang des Klosters von unseren ukrainischen Freunden empfangen wurden. Mit einem Plakat und einem kleinen ukrainischen Imbiss hießen sie uns willkommen. Alle waren sehr müde, deswegen bezogen wir dann so schnell wie möglich unsere Zimmer und fielen ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es trotz der anstrengenden Anreise früh raus: Wir trafen uns nach dem Frühstück in der Kapelle des Klosters und begannen den Tag mit einem thematischen Morgenimpuls. Danach fuhren wir nach Sadnestrjansk und trafen die Jugendlichen in ihrem selbst gestalteten Kolping-/ Jugendraum. Dort gab es eine Vorstellungsrunde, damit sich auch alle die kennenlernen konnten, die das erste Mal mit in die Ukraine gefahren sind. Wir besichtigten dann die prachtvoll eingerichtete Dorfkirche und den Kindergarten, in dem die Handwerker bereits fleißig die Küche renovierten. Unser „kleiner“ Arbeitseinsatz für den Nachmittag war es, mit den Jugendlichen Spielgeräte für den Außenbereich des Kindergartens zu bauen. Wir benutzten dafür Dinge, die wir günstig bekommen konnten: Autoreifen, Plastikflaschen, Farbreste. Es war so warm, dass wir das Programm am Abend kurzerhand umänderten. Alle zusammen fuhren wir an einen nahegelegenen See zum Baden. Danach aßen wir gemeinsam Abendbrot und ließen den Abend am Lagerfeuer mit ukrainischen und deutschen Liedern gemütlich ausklingen.

Zeit zum Kennenlernen - 26. Juli

Wieder ging es früh raus, denn wir wollten pünktlich beim Gottesdienst sein. Dort konnten wir über zwei Stunden den Gebeten und dem wunderschönen Gesang der Dorfbewohner lauschen. Danach gingen wir zum Mittagessen in die Schulkantine. Die ukrainischen Jugendlichen hatten ein sehr leckeres Essen für uns zubereitet. Zur Vorspeise gab es das Nationalgericht Borschtsch. Nachdem wir uns gestärkt hatten, gingen wir in die Aula und wurden dort offiziell von der Schulleiterin und der Bürgermeisterin begrüsst. Wir besichtigten die Schule, die sogar eine eigene Kapelle und ein selbst zusammengestelltes Museum über das Leben in der Ukraine, wie es früher war, beherbergt. Wir stellten uns dann gegenseitig die Aktivitäten unserer Gruppen im vergangenen Jahr vor. Danach überlegten wir, was wir von der jeweils anderen Jugendgruppe an Ideen für unsere Arbeit übernehmen könnten.

Im Anschluss daran haben wir Geschenke aus Deutschland an die Schule überreicht - Tafelkreide, Fußballtrikots, Federmappen, Sporttaschen, Besteck, … Dann machten wir mit den Jugendlichen eine Dorfralley, die die Ukrainer im Vorfeld vorbereitet hatten. Dabei lernten wir wichtige Gebäude im Ort kennen wie z.B. das Rathaus oder den Fußballplatz. Bei der Ralley haben wir in gemischten Teams gespielt. Dabei mussten wir Deutschen Fragen über die Ukraine beantworten und umgekehrt. Außerdem gab es auch sportliche Aufgaben wie Liegestütze oder Klimmzüge zu bewältigen. Später kamen einige Jugendliche mit ins Kloster und übernachteten auch dort. Am Abend saßen wir wieder am Lagerfeuer.

27.07. – Zeit zum Umsehen

Am heutigen Tag standen die Patenkinder im Mittelpunkt. Mitglieder aus thüringischen Kolpingfamilien und andere Interessierte können Patenschaften für ukrainische Kinder aus sozial schwachen Familien übernehmen. Für diese Kinder hat unsere Reisegruppe einige Geschenke mitgebracht: Kleiderspenden, Schuhe, Süßigkeiten, Schulsachen, Geld, … Diese Geschenke sortierten wir am Vormittag und teilten sie den Kindern zu. Es gab so viele Spenden, dass sich auch unsere Freunde aus Sadnestrjansk neue Kleidung und Schuhe aussuchen konnten. Nach dem Mittagessen teilten wir uns in 2 Gruppen auf und besuchten die Patenkinder bei ihnen zuhause. Es war sehr interessant und bewegend, die Kinder, ihre Familien und ihr Umfeld kennenzulernen. Was uns besonders mitgenommen hat, waren die Erzählungen vieler Familien vom Krieg. Viele Väter und Brüder wurden zum Wehrdienst eingezogen und meistens wissen die Angehörigen nicht, wo sie sich aufhalten und wie es ihnen geht. Viele sind schon seit einem Jahr nicht mehr zuhause gewesen. Wenn eine Mutter, Ehefrau oder ein Kind während des Erzählens darüber auf einmal in Tränen ausbricht, muss man mit weinen, denn man weiß genau, dass man ihnen nicht helfen kann – so gerne man es wollte. Wir luden die Patenkinder ein, uns am Abend in Sadnestrjansk besuchen zu kommen. Wir hatten eine Spiele- Olympiade vorbereitet, bei der wir in gemischten Teams an verschiedenen Stationen unsere sportliche Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten. Einige der Patenkinder kamen tatsächlich, worüber wir uns sehr gefreut haben. Es war schön, zu sehen, wie alle noch mehr zusammengewachsen sind.

28.07. – Zeit zum Wiedersehen

Am Morgen starteten wir mit den ukrainischen Jugendlichen in ein anderes Dorf. Der ehemalige Pfarrer aus Sadnestrjansk lud uns in seine neue Gemeinde ein. Sowohl in Sadnestrjansk als auch der neuen Gemeinde wurden in den letzten Jahren – nach Vorbildern aus Deutschland – Kolpingsfamilien gegründet. Bei dem Treffen am Vormittag stellte die Kolpingsfamilie sich selbst und ihre Aktionen vor – ob Senioren oder Jugendaktivitäten. Wir bekamen von den Mitgliedern ein üppiges Mittagessen serviert und konnten uns über viele selbstgebastelte Geschenke freuen. Es war schön, die Jugendlichen kennenzulernen und Pfarrer Mikola mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn wiederzusehen – er war 2013 mit Jugendlichen aus Sadnestrjansk zu Besuch bei uns in Deutschland. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es zurück in den Kindergarten. Von dort aus fuhren wir zusammen mit den Handwerkern und den Ukrainern zum saubersten Fluss Europas. Dort spielten wir Volleyball, konnten baden und die ukrainischen Mädchen haben den deutschen Mädchen (wie schon so oft in diesen Tagen) wunderschöne Flechtfrisuren gezaubert. Abends machten wir ein Lagerfeuer und grillten ukrainischen Schaschlik.

29.07. – Hoch, höher, Hoverla

Am Mittwoch ging es sehr früh raus: Um halb 8 startete ein großer Reisebus, den uns der ukrainische Landrat für diesen Tag gesponsert hat, in die Karpaten. Wir wollten den höchsten Berg der Ukraine, den Hoverla mit stolzen 2061 m, bezwingen. Gegen Mittag erreichten wir den Fuß des Berges auf ca. 1000 Höhenmetern. Es gab noch einen kleinen Imbiss und dann ging die Wanderung schon los. Zum Glück war es nicht allzu warm, sonst wäre es noch anstrengender gewesen! Zunächst liefen wir durch den Wald, der Anstieg war noch ganz gut zu schaffen. Danach ging es schon steiler bergauf, bis wir nach ca einer Stunde den letzen (wirklich sehr steilen) Abschnitt erreichten, an dem wir hinauf zur Spitze klettern mussten. Oben angekommen hatten wir eine wunderschöne Aussicht über die ukrainischen Karpaten. Es war sehr windig und kalt, sodass wir bald wieder den Abstieg wagten – der war aber nicht weniger anstrengend! Wieder auf flachem Boden, stärkten wir uns erneut und traten die Rückreise ins Kloster an. Als wir wieder dort ankamen, war der Abendbrotstisch schon gedeckt und da alle sehr erschöpft waren, gingen wir heute auch etwas eher ins Bett.

30.07. Zeit zum Bedanken

Am Donnerstag gab es einen offiziellen Empfang im Kindergarten durch den Landrat. Das ukrainische Fernsehen und einige Pressemitarbeiter waren ebenfalls vor Ort. Zunächst wurden wir durch die Kindergärtnerinnen und die Kinder begrüßt. Sie bedankten sich für unseren nun 3. Arbeitseinsatz in ihrem Haus. Dieses Mal bauten wir eine komplett neue und hochwertige Küche ein und einen Ofen für den ungeheizten Jugendraum. Der Landrat begrüßte uns ebenfalls und überreichte uns als Dankeschön personalisierte Urkunden, die uns an der Grenze noch zu Gute kommen würden… Auch wir bedankten uns für die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit, die uns jedesmal entgegengebracht wird, und überreichten eine Einladung an die Kolpingjugend, mit uns gemeinsam zum Weltjugendtag 2016 in Krakow zu reisen. Von den ukrainischen Jugendlichen bekamen wir selbst bestickte T-Shirts geschenkt. Nach all den Förmlichkeiten gab es auch etwas zu Essen: in einem Gruppenraum des Kindergartens war ein riesiges Buffet mit verschiedenen ukrainischen Spezialitäten aufgebaut. Im Anschluss an das Essen gingen wir alle in die Schule. Dort teilten wir uns in verschiedene Gruppen, die jeweils eine andere Beschäftigung hatte, wie z.B. aus Pappmaché ein Geschenk zu basteln oder Volleyball zu spielen. Am Abend fuhren wir wieder in s Kloster und ließen den Tag bei Gesprächen und Lagerfeuer ausklingen.

31.07. Zeit zum fröhlich sein

Heute fuhren wir in die Kreishauptstadt Ivano-Frankivsk. Dort bekamen wir vom Vorsitzenden der dortigen Kolpingfamilie eine kurze und interessante Stadtführung. Im Anschluss daran nutzen wir die Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, einzukaufen oder uns die vielen Sehenswürdigkeiten, wie das Rathaus oder den Dom, anzuschauen. Am Nachmittag fuhren wir zurück in das Kloster, um für unseren Auftritt am Abend zu üben: es fand ein Konzert statt, bei dem verschiedene Tanz- und Gesangsgruppen, sowie Solisten aus dem Dorf, auftraten – auch wir sollten einen Beitrag leisten. Wir entschieden uns dazu, einige deutsche Volkslieder zu singen und traten auch gemeinsam mit einer ukrainischen Tanzgruppe auf. Nach dem gut 2-stündigen Konzert fand vor dem Saal noch ein traditionell ukrainischer Tanzabend statt, an dem wir natürlich auch teilnahmen. Bei Walzern und Polka verging der Abend wie im Flug.

01.08. Zeit zum Besinnen

Heute trafen wir uns mit hunderten Jugendlichen aus dem ganzen Kreis vor der Kirche in Sadnestrjansk zu einer Pilgerwanderung. Diese führte uns ins Dörfchen Krylos (Крилос). Nach mehreren Stunden Wanderung kamen wir nachmittags an der Wallfahrtskirche an. Dort gab es ein Programm, bei dem sich alle teilnehmenden Gruppen vorstellen konnte. Auch wir stellten uns gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden als Kolpingjugend vor. Extra für diese Vorstellungsrunde hatten wir im Vorhinein mit den Ukrainern den Kanon „Wo zwei oder drei…“ einstudiert. Die anderen Pilger waren zunächst sichtlich überrascht, da wir das Lied auf Deutsch sangen. Dennoch erhielten wir für unseren Gesang viel Applaus. Leider mussten wir uns schon bald von unseren ukrainischen Freunden, die dort übernachteten, verabschieden, da wir am nächsten Tag die Heimreise antreten würden. Alle waren sehr traurig, dass die schöne gemeinsame Zeit schon wieder vorbei war. Wir fuhren wieder ins Kloster und fingen an unsere Koffer zu packen.

02.08. Zeit zum Abschiednehmen

Am letzten Tag gab es bereits um 8 Uhr Frühstück. Im Anschluss daran gingen wir in die Kapelle des Klosters, in der wir jeden Morgen einen Morgenimpuls abhielten und uns so auf jeden einzelnen Tag einstimmten. An diesem Morgen baten wir ganz besonders um den Reisesegen Gottes. Danach fuhren wir mit unseren beladenen Fahrzeugen zum Kindergarten und schauten uns das Ergebnis des Arbeitseinsatzes an. Die Handwerker haben hervorragende Arbeit geleistet, die Küche erstrahlt jetzt in ganz neuem Glanz. Außerdem überreichten wir unsere Pappmaché Bilder für den Jugendraum. Dann starteten wir die Heimreise. Nach 3 Stunden Fahrt, erreichten wir die ukrainisch-polnische Grenze. Hier kamen uns nun die Urkunden des Landrates zu Gute: die Grenzsoldaten winkten uns an den wartenden Autos vorbei, wir durften die Grenze ohne Komplikationen und in einer Rekordzeit von unter einer Stunde, passieren. Dafür standen wir an der polnischen Grenze umso länger an. Nachdem jeder von uns sein gesamtes Reisegepäck sowie alles Werkzeuge einmal aus- und wieder einpacken durfte, ging die Fahrt endlich weiter. Am frühen Morgen des 03.08. konnten wir alle müde und geschafft in unsere Betten fallen.

(Ann + Mich)
KC-Ausflug zur Sababurg am 08.03.2015

Unser Frühjahrstreffen 2015 fand dieses Jahr in Form eines Gemeinschaftstags statt. Für Sonntag, den 08.03., hatten wir uns den historischen Tierpark am Fuße der Sababurg zum Ziel gesetzt. Zunächst begann der Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen im „Restaurant am Thiergarten“. Dort gab es neben lokalen Spezialitäten auch reichlich Gelegenheit für Gespräche.

Anschließend erkundeten wir bei bestem Sonnenschein die vielen Gehege des Wildparks, dessen Entstehungsgeschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Auf uns warteten Kängurus, Wildschweine, Rentiere, Rehe, Hirsche und Wildpferde. Auch Ziegen zum Streicheln, ein Hängebauchschwein sowie Pinguine und eine Greifvogel-Flugschau waren besonders für die 7 Kinder, aber auch uns 13 Erwachse sehr interessant. Alte knorrige Bäume schufen eine besondere Atmosphäre, die gleichzeitig auch Heimat für Wisente, Wölfe und noch weitere Tiere ist.

Der ausgedehnte Rundgang durch die alten Alleen des Parks endete mit vielen tollen Eindrücken.

(An)

"Das Boot ist voll?!" - Ein Gemeinschaftswochenende zum Thema Islam und Einwanderung vom 20.2. bis 22.2.2015

Los ging es am Freitag, den 20. Februar. Mit fast 20 Jugendlichen (und das trotz Grippewelle!) machten wir uns auf den Weg nach Asche, einem Dorf in der Nähe von Göttingen.

Als wir in unsere Unterkunft angekommen waren, hieß es erst einmal "Heizung an!", doch die Kälte hielt uns nicht davon ab, gleich in das Thema des Wochenendes einzusteigen. Zuvor jedoch, gab es interessante Kennenlernspiele, denn es waren viele neue Gesichter mit dabei. Bei einem Quiz konnten die Mannschaften ihr Wissen über den Islam unter Beweis stellen. Dann gab es in Kleingruppen noch viel zu lesen und wir merkten, dass es vieles gab, was wir vom Islam noch nicht wussten. Manches kam uns richtig fremd vor, aber wir waren offen und neugierig noch mehr über diese Religion zu erfahren. Doch für einen Freitagabend war erst einmal genug gearbeitet und in gemütlicher Runde klang der Tag aus.

Am Samstag waren wir (für Wochenend-Verhältnisse) schon früh auf den Beinen, denn wir hatten viel vor. Nach Morgengebet und Frühstück beschäftigten wir uns weiter mit dem Islam und formulierten das, was uns unverständlich erschien. Diese Fragen im Gepäck machten wir uns dann voller Spannung auf den Weg nach Kassel in die "Mevlana Romi"-Moschee. Für die meisten von uns war dies sehr aufregend, denn es war ihr erster Besuch in einem islamischen Gotteshaus. Dort angekommen, wurden wir herzlich empfangen. Bevor wir in den eigentlichen Gebetsraum eintreten durften, mussten wir alle unsere Schuhe ausziehen. Darauf waren wir natürlich vorbereitet und hatten alle warme (und saubere) Socken an. Das hätten wir uns aber sparen können, denn im Gebetsraum war es so warm, wie wir Katholiken es von unseren Kirchen nur träumen können. Als wir den Raum betraten, bekamen wir alle große Augen: Der Gebetsraum war ganz in Blau gehalten, in der Kuppel hing ein riesiger Leuchter und der Teppich war wunderbar flauschig. Der Imam sang für uns den Ruf zum Morgengebet und ein paar Zeilen aus dem Koran. Obwohl uns die Klänge fremd waren, fanden wir den Gesang sehr schön. Ein junges Mitglied der Gemeinde erklärte uns dann alle Gegenstände im Raum und sprach auch viel über die Religion Islam. Am Ende stellten wir fest, dass es nur sehr wenige Unterschiede zwischen unseren beiden Religionen gibt. Der Besuch der Moschee war sehr interessant für uns und wir lernten, dass auch die Muslime den Terror, der im Namen des Islam geschieht, ablehnen und verurteilen.

Zum Mittag dann der Kulturschock: Mittagessen auf der Königsalm bei Kassel in bayrischem Ambiente. Pappsatt ging es nun zurück zur Unterkunft und wir beschäftigten uns am Nachmittag mit dem Thema Einwanderung. Am Abend wurde für "Die Nacht lebt" geprobt. Danach war noch lange nicht Schluss und beim wärmenden Kaminfeuer wurde der letzte Abend genossen.

Der Sonntag begann mit einem entspannten Frühstück. Als das Haus blitzblank war, machten wir uns auf zum Gottesdienst. Danach gab es (wie es unsere Tradition verlangt) Mittagessen bei McDonald's und die große Verabschiedung. Bis zum nächsten Mal!

(Jul)
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